Comité Européen de Normalisation (CEN)
Comité Européen de Normalisation (Europäisches Komitee für Normung)
Europaweite Standards im Facility Management
Der Markt für internes und externes Facility Management hat in den europäischen Ländern eine rasante Entwicklung erfahren. Das geschätzte Gesamtvolumen von einigen hundertmilliarden Euro zeigt deutlich, dass dieses Gebiet genauer definiert und beschrieben werden muss, denn aufgrund der spezifischen kulturellen und historisch gewachsenen Strukturen der Organisationen und Geschäftsbereiche entstand eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte und Ansätze. Die Optimierung des Facility Managements erfordert ein breites und klares Verständnis der wechselseitigen Abhängigkeiten der Prozesse innerhalb der Organisation und des Facility Managements.
AIS Management im Normungskomitee CEN/TC 348 “Facility Management”
Das Normungskomitee CEN/TC 348 “Facility Management” gehört zum Europäischen Komitee für Normung, eine der drei offiziell anerkannten Normungsorganisationen und verantwortlich für die europäischen Normen „EN“ in verschiedenen Industrie- und Dienstleistungsbereichen. Ziel des Arbeitsausschusses ist neben der Beschreibung der Grundfunktionen des Facility Managements auch die Definition einschlägiger Begriffe. Von AIS Management wurde Wolfgang Moderegger (Geschäftsführer) als Fachexperte in die Normungsorganisationen einberufen.
Erste EU-Normen bereits veröffentlicht
- EN 1522-1 Facility Management - Teil 1: Facility Management-Modell und Begriff
Die Norm beinhaltet eine Gliederung des Fachgebiets, Grundbegriffe und Definitionen aus dem Facility Management sowie Beispiele für Dienstleistungen, Aktivitäten und Einrichtungen (Grafik des FM-Modells als PDF). - EN 1522-2 Facility Management - Teil 2: Leitfaden zur Ausarbeitung von Facility Management-Vereinbarungen
Die Norm soll Geschäftsbeziehungen zwischen Facility Management-Unternehmen und deren Kunden im europäischen Binnenmarkt grenzüberschreitend regeln, Klarheit schaffen und Beziehungen zwischen dem Kunden und dem Dienstleister fördern.
Anwendung der Normen und Vorteile
Die beiden ausgearbeiteten, ersten EU-Normen sind auf dem Gebiet des Facility Managements ein Führungsdokument, dem andere Initiativen hinsichtlich Normen, Richtlinien und technischer Spezifikationen folgen werden. Mit dieser Grundlage können Verbesserungen herbeigeführt werden bzgl.
- Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt
- Effektivität der Kernprozesse und des FM
- Transparenz bei Fremdbeschaffung und Vertragsgestaltung
- Qualität der erbrachten Leistungen (Kerngeschäft)
- Zertifizierungen
- Kommunikation der Interessengruppen und Geschäftspartner
- Entwicklung neuer Arbeitsmittel und Systeme
Weitere geplante Normenentwürfe zur Erstellung von SLA und KPI
Die im Modell der DIN EN 15221 bereits aufgenommenen Begriffe „Service Level Agreement (SLA)“ und „Key Performance Indicators (KPI)“ sollen präzisiert werden, dies zur weiteren Verständnisverbesserung und zur Unterstützung der Qualitätsziele der Kunden. Beispiele für die Anwendung bei Kunden- und Dienstleisterorganisationen tragen zur Vereinfachung der Anwendung bei.
Inhalte der geplanten Normen
- Definition von Key Performance Indicators (KPI), Service Level (SL)
- Beschreibung von SLA und Messmethoden von KPI
- Qualität und Qualitätsmessung im Kontext von ISO 9000
- Klassifizierung von SLA und KPI
- Rolle der Beteiligten bei SLA und KPI
- Lebenszyklus von SLA und KPI
- Zuständigkeit für die Erstellung von SLA und Messung von KPI
- Verknüpfung mit Balance Score Card anderen Managementmethoden
- Kontinuierliche Verbesserung
- Verwendung von SLA und KPI für Bouns, Malus und Vertragsstrafen
- Benchmarkfähigkeit
Weitere Information
Herr Wolfgang Moderegger
AIS Management GmbH
Rosenheimer Strasse 139
D-881671 München
Telefon: +49 (0)89 / 62 81 70 - 0
Telefax: +49 (0)89 / 62 81 70 - 59
E-Mail: w.moderegger@ais-management.de
