Die methodisch anspruchsvollste Stelle einer CREM-Strategie liegt zwischen Diagnose und Ausformulierung. Aus der bestehenden Organisation, dem belegten Veränderungsdruck und dem beschlossenen Ambitionsniveau muss eine Aussage darüber entstehen, wie das CREM künftig aufgestellt sein soll. In der Praxis wird diese Lücke häufig durch Referenzmodelle oder Reifegradleitern geschlossen. Das Zielbild wird dann von außen vorgegeben oder mechanisch als nächste Entwicklungsstufe definiert – unabhängig davon, ob es zum Geschäftsmodell, zur Portfoliostruktur oder zur Veränderungsfähigkeit des Unternehmens passt.
Der Future Pathfinder ersetzt diese Logik durch eine systematische Best-Fit-Bestimmung. Er prüft für jede organisatorische Gestaltungsdimension, welche zukünftigen Positionen mit Kontext, Anforderungen, Pflichten und Ambition vereinbar sind. Das Ergebnis ist zunächst kein einzelner Zielpunkt, sondern ein analytisch begründeter Zielkorridor. Innerhalb dieses Korridors bleibt die Wahl eine Managemententscheidung. Dadurch wird klar zwischen dem unterschieden, was fachlich zulässig und tragfähig ist, und dem, was das Unternehmen bewusst beschließt.
Gleichzeitig prüft der Future Pathfinder, welche Fähigkeiten die angestrebte Konfiguration voraussetzt. Zusätzliche Zentralisierung, stärkere Dezentralisierung, ein erweitertes Mandat oder eine veränderte Leistungstiefe sind nur dann tragfähig, wenn Governance, Daten, Prozesse, Finanzsteuerung und weitere kritische Befähiger ausreichend entwickelt sind.
Dieser Befähigungsvorrang bestimmt die Reihenfolge des Entwicklungswegs. Der Future Pathfinder zeigt daher nicht nur, wohin sich CREM entwickeln kann, sondern auch, welche Voraussetzungen zuerst geschaffen werden müssen, welche Alternativen verworfen wurden und über welche realistischen Etappen das Ziel erreicht werden kann.
Der Future Pathfinder bestimmt einen unternehmensspezifischen Zielkorridor und leitet die dafür erforderlichen Reifevoraussetzungen ab.
Das Ergebnis sind eine Zielkonfiguration, ein Soll-Reifeprofil, ein Entwicklungsweg sowie dokumentierte Alternativen, die gemeinsam die belastbare Grundlage für den Managementbeschluss bilden.